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Lagebeschreibung/Allgemeines
Frankenfelde befindet sich als
Ortsteil der Stadt Luckenwalde im Landkreis Teltow- Fläming. Nimmt man aus der
Einwohnerstruktur der Stadt Luckenwalde nur das Dorf Frankenfelde (Dorfstraße),
so kann man von einer Einwohnerzahl von 321 (Stand Juli
2010) Personen sprechen. Während im Jahre 1992 nur 282 Personen im
Ort lebten bedeutet dieses einen guten Zuspruch für unseren Ort.
MAZ 2003
Frankenfelde ist direkt an der B
101 gelegen . Östlich der Ortsumgehung liegt das in den letzten Jahren neu
entstandene Gewerbegebiet welches sich über den unweit angrenzenden Zapfholzweg
in südlicher Richtung mit dem Biotechnologiepark fortsetzt. Auch Wohnungsbau
gibt es im Biopark, wobei die Einwohner zumindest statistisch einmal zu
Frankenfelde zählten.
Das gilt ebenso für das neu entstandene Wohngebiet „Neue
Bergsiedlung“.
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Das Dorf Frankenfelde selbst besteht aus drei
wesentlichen Wohngebieten. Als erstes wäre unter „1“
der Dorfanger, wobei am Ende des Angers immer die letzten Häuser durch ihre
besondere Lage eine "Abgeschlossenheit des Angers" bilden. Weiterhin liegt ein
Wohngebiet „2“ in Richtung Gottsdorf, der
"Berg"
sowie Wohngebiet „3“ in Richtung
Luckenwalde auch als "Roter Strumpf" bezeichnet. |
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Der Sternpunkt (2) der
„Alexanderplatz“ verdankt seinen Namen dem ehemaligen Anwohner
Alexander Suckut. Herr Suckut hat sich nach der Asphaltierung der Fläche für die Pflege der
Anlage drum herum zuständig gefühlt. Ihm gehörte das heute älteste Haus
Frankenfeldes, welches sich in Besitz der Familie Baade befindet. Es soll
eines der ehemaligen Hirtenhäuser sein und wurde 1777 erbaut. (Bild unten) |
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Verfolgt man von dort die beiden Siedlungswege in
östliche Richtung, so ist tatsächlich ein leichter Anstieg (Berg) zu erkennen.
Oben angekommen auf dem hinteren nördlicheren Weg hat man den „Schweineberg“,
früher „Mehlberg“, erreicht. Hier wurde um 1895 durch den Mühlenbesitzer Krebs
eine Windmühle betrieben, die heute noch als Ruine in Hennickendorf stehen
soll. Zu Zeiten der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)
wurde hier Schweine- und später Rinderzucht betrieben. |
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Die
Verbindung vom Dorfanger in Richtung Norden zum Alexanderplatz ist das neu
entstandene Wohngebiet „Herrenende“ (4). Hier entstehen vorwiegend, wie auch
an der Straße nach Frankenförde und Luckenwalde/Richtung Roter Strumpf,
Einfamilienhäuser. |
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Wie war es eigentlich auf dem „Roten Strumpf“ (3)?
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Um 1895/96 wohnten dort die Familien
Johann Friedrich Gottlieb Barnack, Ewald Klewitz, Ferdinand Jeserig, Ferdinand
Hatzmann und Ferdinand Sprengler. Diese Familien sollen blaue gewirkte Strümpfe
mit rotem Ringel am oberen Ende getragen haben. Alle gingen ihrem Tagwerk nach.
Der alte Sprengler genannt „Penger“ wachte über die Flur und parzellierte Müll,
wollten dies die Büdner für die Winterstreu harken. Barnack war Straßenkratzer.
Er ging täglich 2 x die Chaussee nach Luckenwalde und zurück ab. Dabei legte er
früh unregelmäßig Steine auf den Sommerweg. |
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So waren die Fuhrleute gezwungen, stets
aufzupassen und nicht in ausgefahrenen Gleisen zu fahren. Zum Mittag war
er wieder zurück, stärkte sich und füllte sein Taschenfläschchen.
Nachmittags sammelte er die Steine wieder ab, damit des Nachts kein
Unglück geschah. Auch für Ordnung und Sauberkeit war er zuständig. Die
heruntergefallenen Pferdeäpfel hatte er als Dung an die Straßenseite zu
kratzen. Jeserigs Mutter hatte Angst sie könnte abends ihre Zuchtgans
nicht wieder erkennen und band ihr deshalb bereits morgens als
Erkennungsmerkmal einen roten Strumpf um den langen Gänsehals. Spitze
Zungen gaben deshalb diesem Teil des Ortes den Namen „Roter Strumpf“, der
sich bis in unsere Tage erhalten hat.
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Vom Ort in westliche Richtung zum
Wildpark befindet sich am Waldesrand das ehemalige Jagdhaus und dahinter der
abgeschiedene Wohnsitz der Familie Böttcher. Hier auf dem rechten Bild kann man
unseren Burgwall als leichte Aufschüttung erkennen.
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Wird das Profil eines solchen Walles freigelegt, so zeigt
der Schnitt, in welcher Weise das Erdreich künstlich angetragen ist. In der
aufgehäuften Erde liegen große Steine und verleihen ihr die nötige Festigkeit.
Nur wenig unter der Dammkrone zeigen sich bei einer gut bewahrt gebliebenen
Wallanlage – schwärzlich-braune, senkrechte Teile – die an Pfosten erinnern. Der
Wall war also eine Burg bzw. Wehranlage, in der sich im Kriegsfall eine Gruppe
von Menschen zurückziehen und eine zeitlang leben konnte. Der Burgwall, den wir
westlich des Ortes Frankenfelde finden, ist slawischen Ursprungs. Er war in
früherer Zeit die größte Erhebung im Moor, wahrscheinlich von einem Graben
umgeben. Fielen fremde Krieger ein, suchten Mensch und Tier dort Schutz. Diese
Vermutung belegen Scherben und andere Funde, die, so wird im Dorf berichtet, der
Lehrer Nieschan um 1900 gern von seinen Schülern in Empfang nahm. Er steht unter
Denkmalschutz und wird auch heute, wenn schon nicht erhalten, so doch
landwirtschaftlich nicht genutzt.
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